Digitalisierung? Läuft!

Einblicke in die Digitalisierungsstrategie

Vom Scanvorgang bis hin zum Anwendungsportal: In allen Bereichen prägen digitale Angebote und Prozesse den Arbeitsalltag. Zwar sind die Konturen dessen, was der Begriff umreißt, eher unscharf, doch das Abrechnungszentrum Emmendingen hat eine klare Vision: Ja zu dem, was die Prozesse vereinfacht und die Produktivität steigert!

„Unser Digitalisierungsgrad ist seit geraumer Zeit relativ hoch“, erzählt Gerhard Eichenbaum, der im Haus den Geschäftsbereich Datenmanagement leitet. Er zeigt auf die beeindruckenden Scanstraßen, mit denen bereits seit zwei Jahrzehnten der gesamte Posteingang erfasst wird: 300.000 Dokumente werden da automatisch eingescannt, eingelesen und verarbeitet… pro Tag! „Was in den Medien mit Digitalisierung überschrieben wird, ist aber etwas ganz anderes – da machen unsere Prozesse nur einen Teil aus. Im Grunde geht es, wenn von Digitalisierung die Rede ist, auch um die Denke. Und um Veränderungen in der Arbeitswelt, die in den nächsten Jahren verstärkt kommen werden.“

Und die kommen hoffentlich bald! Gerhard Eichenbaum und sein Kollege Klaus Scharbach, der den Geschäftsbereich Informationstechnologie verantwortet, sind fast schon ein wenig ungeduldig: „Die Technologien gibt es schon lange, aber sie müssen sich in einem Produktionsprozess wie bei uns auch bewähren“, erinnert Klaus Scharbach. „Schließlich können wir nicht einfach herumexperimentieren. Bei uns steht die Produktivität im Vordergrund. Da müssen die Verfahren einfach ihren Nutzen stiften – und das relativ bald.“

Bis 2025 werden zahlreiche Prozesse in der Arbeitswelt des Abrechnungszentrums Emmendingen von analog auf digital umgestellt sein. Ganz vorne mit dabei: die Posteingänge! „Heute ist es noch so, dass am Schreibtisch entschieden wird. Sicher werden dieser papierbasierte Arbeitsplatz und die Überlegung ‚Wohin muss das Schriftstück?‘ bald technisch abgelöst und alles passiert dann am Bildschirm.“ Zwar rechnet IT-Leiter Klaus Scharbach nicht damit, dass jede Zuordnung auf Anhieb vollständig automatisch lösbar sein wird – „die Heterogenität ist einfach zu groß und mitunter muss doch noch jemand draufschauen“ -, jedoch vertraut er auf eine reduzierte Fehleranfälligkeit, weil vieles bereits im Vorfeld elektronisch abgefangen wird. Auch für seinen Kollegen Gerhard Eichenbaum scheint diese Vision mehr als realistisch: „Mit maschinellem Lernen können wir viel tun, damit mehr Dokumente erkannt werden. Ist das jetzt eine Rechnung, ein Kostenvoranschlag oder ein Original? Solche Dialoge werden heute noch persönlich geführt, aber man will sie reduzieren, indem die Systeme selbst lernen.“

Genau hier liegt für Gerhard Eichenbaum die Zukunft… die mit dem Service-Portal für Leistungserbringer bereits angestoßen wurde. So können hier jetzt schon alle kleinteiligen Prozesse, die sich jenseits des reinen Posteingangs ergeben, zeitnah durchgeführt und übersichtlich abgebildet werden. Auch für die Kunden und Leistungserbringer eine große Erleichterung, wie Gerhard Eichenbaum betont: „Viele digitalisieren selbst und müssen im Moment noch größeren Aufwand betreiben, um uns zusätzliche oder fehlgeleitete Unterlagen zu schicken, die wir dann wieder physikalisch verarbeiten müssen. Deshalb arbeiten wir intensiv daran, dass Kunden und Leistungserbringer uns aus ihren Prozessen heraus das schicken können, was uns für uns bestimmt ist.“

Dank der kompletten elektronischen Bearbeitung wird jedoch nicht nur der Schriftverkehr überflüssig, sondern es bietet sich auch die Möglichkeit, auf der Grundlage der Kundendaten passgenauen Service zu liefern: „Ich sehe in den nächsten paar Jahren großes Potenzial bei Beratungsleistungen im Versorgungsmanagement oder bei vorausschauenden Analysen“, prophezeit Gerhard Eichenbaum. „Egal, ob Arzneimittel-, KV-, Krankenhaus- oder andere Daten: Wenn wir Abrechnungsdaten richtig nutzen, können wir unseren Kunden fundiertes Material, Auswertungen und Weiteres liefern – ganz nach Bedarfslage.“ So könnten Data Mining und Co. zum Beispiel dabei helfen, unerwünschte Wechselwirkungen von Medikamenten aufzuspüren. Oder bei einer Verordnung die Frage klären, ob eine Massage nicht doch vielleicht besser wäre als eine Tablette.

Neben dem Datenschutz, ist eines – und darin sind sich Gerhard Eichenbaum und Klaus Scharbach absolut einig – bei allem Datengeschehen allerdings ganz wichtig: der menschliche Faktor. „Es geht um die Expertise! Unsere Herausforderung ist, junge Leute zu rekrutieren, die Ahnung von der Materie haben und mit der entsprechenden Dynamik vorgehen“, formuliert es Klaus Scharbach. Deshalb bietet das Abrechnungszentrum Emmendingen Studienplätze für den neuen Studiengang „Wirtschaftsinformatik – Data Science“ in Kooperation mit der DHBW Lörrach an: Gesucht werden Informatiker ohne BWL- oder Programmierschwerpunkt, aber mit gedanklichen und konzeptionellem Know-how, vernetztem Denken und einem guten Schuss Serviceorientierung. Und das Interesse ist groß, schließlich ist technisch gesehen alles da, begeistert sich Klaus Scharbach: „Wir haben ein eigenes Rechenzentrum, eine große IT, dazu flache Hierarchien und ein tolles Betriebsklima – also, wir sind in Sachen Ausbildung attraktiv und gut aufgestellt.“ Digitalisierung? Läuft!

 

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