Aktuelles

Auf dieser Seite finden Sie alle aktuellen Informationen für Krankenkassen, Leistungserbringer, Interessenten und Bewerber.

Aktuelle Informationen zum Abrechnungsdienstleister AvP

(Stand: 15.10.2020)

Der von vielen Apotheken und Krankenhausapotheken sowie sonstigen Leistungserbringern genutzte Abrechnungsdienstleister AvP Deutschland GmbH, Grafenberger Allee 368, 40235 Düsseldorf (AvP), hat Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Am 16.09.2020 ist vom Amtsgericht Düsseldorf (Az.: 502 IN 96/20) in dem Insolvenzeröffnungsverfahren angeordnet worden, dass Rechtsanwalt Dr. Jan-Philipp Hoos, Graf-Adolf-Platz 15, 40213 Düsseldorf, zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt wird und Verfügungen der AvP über Gegenstände ihres Vermögens nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam sind. Den Schuldnern der AvP (Drittschuldnern), z. B. Krankenkassen, wurde verboten, an die AvP zu zahlen. Der vorläufige Insolvenzverwalter ist ermächtigt, Bankguthaben und sonstige Forderungen der AvP einzuziehen sowie eingehende Gelder entgegenzunehmen. Die Drittschuldner, z.B. Krankenkassen, sind aufgefordert, nur noch unter Beachtung dieser Anordnung zu leisten.
 
Das Abrechnungszentrum Emmendingen hat dementsprechend sämtliche Zahlungen an AvP gestoppt. Alle Abrechnungen aus öffentlichen Apotheken von AvP bis zum Abrechnungsmonat August 2020 (einschließlich) wurden noch vollständig an AvP bezahlt.
 
Betreffend die Abrechnung der Rezepte für die Zeit nach dem 31.08.2020, insbesondere betreffend den Abrechnungsmonat September 2020, ist die Rechtslage derzeit nicht geklärt; es ist für die Kostenträger insbesondere nicht transparent, ob bzw. in welchem Umfang Vergütungsforderungen der öffentlichen Apotheken, Krankenhausapotheken und sonstigen Leistungserbringer möglicherweise bereits wirksam an AvP abgetreten wurden. Ebenso wenig ist für uns nachvollziehbar, ob und ggf. zu welchem Zeitpunkt die Rechtsbeziehungen zwischen Leistungserbringern und AvP wirksam beendet wurden. Es erreichen uns jedoch viele Briefe von Apotheken und sonstigen Leistungserbringern, die den Abrechnungsvertrag mit der AvP widerrufen/kündigen bzw. die Auszahlung von Geldern an von den Apotheken bzw. von den sonstigen Leistungserbringern angegebene Konten fordern. Wir haben großes Verständnis für dieses Anliegen, bitten aber um Verständnis, dass es für uns nicht möglich ist, im Einzelfall zu prüfen, ob die von dem jeweiligen Leistungserbringer zum Ausdruck gebrachte Rechtsauffassung zutrifft oder nicht.
 
Apotheken und sonstige Leistungserbringer bitten wir, vor diesem Hintergrund von Anfragen zu diesem Sachverhalt abzusehen. Einzelanfragen von Leistungserbringern können vom Abrechnungszentrum Emmendingen und den angeschlossenen Krankenkassen mit Rücksicht auf die unsichere und intransparente Rechtslage und mangels Vorliegen der erforderlichen Informationen derzeit nicht beantwortet werden.
 
Die weitere Entwicklung in dieser Angelegenheit wird von uns ständig beobachtet und in Zusammenarbeit mit Experten rechtlich bewertet. Wir sind bemüht, eine Begleichung der Rechnungen der bisher mit AvP zusammenarbeitenden Apotheken und sonstigen Leistungserbringer so zeitnah wie möglich wieder gewährleisten zu können, und stehen hierzu auch im Kontakt mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter von AvP. Bitte beachten Sie aber, dass die gesetzlichen Krankenkassen als Körperschaften öffentlichen Rechts Zahlungen an Personen ggf. ablehnen müssen, wenn berechtigte Zweifel daran bestehen, dass sie Inhaber der geltend gemachten Forderungen sind.

Zudem möchten wir Ihnen auch ein Interview mit dem Insolvenzverwalter Herrn Dr. Hoos empfehlen, in welchem die Problematik sehr gut verdeutlicht wird:https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2020/09/23/viele-problem-und-ein-paar-kleine-hoffnungsschimmer

Aktuelle Informationen zum Corona-Virus (COVID-19)

Risiko- und Krisenmanagement des Abrechnungszentrums Emmendingen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus

Aufgrund der aktuellen Lage im Zusammenhang mit dem Corona-Virus (COVID-19) in Deutschland möchten auch wir Sie informieren, wie sich das Abrechnungszentrum Emmendingen für den Krisenfall vorbereitet und aufgestellt hat.

Wir haben gemäß dem bestehenden Notfallhandbuch einen Krisenstab eingerichtet, der in Abhängigkeit von den jeweiligen Entwicklungen die erforderlichen Vorsorgemaßnahmen trifft und begleitet. Der Krisenstab agiert und entscheidet dabei nach dem Vorsichtsprinzip.

Die Notfallplanung zur Aufrechterhaltung des Betriebes und der jeweiligen Geschäftsprozesse im Abrechnungszentrum Emmendingen liegt vor und sieht auch das Arbeiten durch die Mitarbeitenden im Homeoffice vor, um im Krisenfall einer Quarantäne am Standort Emmendingen entsprechend zu begegnen. Mitarbeitende in häuslicher Quarantäne wären dann in der Lage, die Geschäftsprozesse entsprechend zu steuern.

Unsere Mitarbeitenden sind nicht nur über die besonderen Hygienemaßnahmen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus informiert und zu deren Einhaltung angehalten, sondern sind auch angewiesen, ihr Handeln nach dem Vorsichtprinzip auszurichten.

Kundenanliegen werden derzeit insbesondere im Rahmen von Telefonkonferenzen betreut und bearbeitet.

Das Abrechnungszentrum Emmendingen hat sich auf die aktuelle Situation bestmöglich eingestellt – für seine Kunden und ihre Leistungserbringer.

Bleiben Sie gesund!

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