Behandlung korrekt durchgeführt?

Steht eine Parodontitisbehandlung auf dem Plan, wird der Posten im Regelfall problemlos durchgewunken. Schließlich leidet Schätzungen zufolge jede*r zweite Versicherte unter parodontalen Problemen. Doch was, wenn die Behandlung anschließend gar nicht oder nur teilweise durchgeführt, aber trotzdem voll abgerechnet wird? Unser neues Dienstleistungsmodul spürt Falschabrechnungen auf.

Das neue Dienstleistungsmodul Parodontitis

„Mensch, da kann man doch mal was machen“ – die Bemerkung aus dem Kundenkreis fiel im Abrechnungszentrum Emmendingen im Fachbereich „Ärzte/Zahnärzte“ auf sehr fruchtbaren Boden.  Die Krankenkasse hatte sich mit einem Phänomen beschäftigt, das immer wieder vorkommt und doch so gut wie nie nachgeprüft wird: Abrechnungen von Parodontitisbehandlungen, die in der vorliegenden Form nicht stattgefunden haben. Auch bei uns hatte das Thema schon länger auf der Agenda gestanden – und konnte dank der wachen Bemerkung der Kollegin (die als ehemalige Zahnarzthelferin um die Dimension wusste) in Zusammenarbeit mit der Krankenkasse zügig angegangen werden. Einige Prüfanträge später war klar: Hier steckt Potenzial drin! Die Abrechnungsprüfungen bescherten unserem Kunden einiges an Erstattungen, bald wurde aus dem Vorgang ein ganzes Pilotprojekt. An dem beteiligten sich unsere baden-württembergischen Krankenkassen gerne – und auch zu ihnen kam ein stolzes Sümmchen zurück!

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Pilotversuchs bieten wir nun die die Prüfung der Parodontitis-Abrechnung flächendeckend als eigenständiges Dienstleistungsmodul an. Wir checken für Sie, ob die Behandlung vollständig und korrekt durchgeführt wurde, und prüfen die Plausibilität der Leistungen. Außerdem schauen wir nach Auffälligkeiten im Einzelfall, was besonders im Zusammenhang mit Zahnersatz interessant sein kann. Besonders erfreulich: Das Modul ist für unsere Kunden mit keinerlei Kosten verbunden, weil wir nur im Erfolgsfall  die Hälfte der Erstattungssumme berechnen. „Für beide Seiten ist es eine Win-Win-Situation“, formuliert es Fachbereichsleiterin Sabine-Katrin Manns, „die Krankenkasse riskiert überhaupt nichts und wir schauen uns an, ob der Vorstoß erfolgversprechend ist. Wenn ja, stellen wir die Anträge und schreiben, wenn wir tatsächlich Erfolg hatten, eine Kassenrechnung.“

Das Modul ist ab dem Rechnungsquartal 2019/4 buchbar, Ihre Fragen zum Thema beantworten gerne Frau Manns (Telefon: 07641 9201-600, SManns@arz-emmendingen.de) oder Frau Hoferer (Telefon: 07641 9201-606, CHoferer@arz-emmendingen.de).

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